Mais

Mais in der Geschichte der Schweiz

Hallo Freunde! Ich bin Maila, das Maskottchen des Maislabyrinths, und heute erzähle ich euch eine faszinierende Geschichte über meinen liebsten Snack – den Mais! Macht es euch bequem und lasst uns in die Welt des Maises eintauchen, diesmal mit einem besonderen Blick auf die Schweiz.

Unsere Geschichte beginnt vor vielen, vielen Jahren in den mystischen Weiten Süd- und Mittelamerikas. Dort lebten grosse Zivilisationen wie die Inkas und Azteken, die Mais als eine ihrer wichtigsten Nahrungspflanzen verehrten. Stellt euch vor, wie sie auf riesigen Feldern Mais anbauten, um daraus leckeren Maisbrei und Tortillas zu machen. Für sie war Mais genauso wertvoll wie Gold!

Aber wie kam der Mais von Amerika nach Europa, und vor allem in die Schweiz? Das war ein grosses Abenteuer! Als Christoph Kolumbus Amerika entdeckte, nahm er auch Maissaatgut mit nach Spanien. In Andalusien fand der Mais schnell ein neues Zuhause und breitete sich rasch über ganz Südeuropa und sogar bis in die Türkei aus. Doch wie gelangte der Mais in die Schweiz?

In der Schweiz tauchte der Mais im 17. Jahrhundert auf, zunächst in den wärmeren Regionen des Tessins und des Genfersees. Die Menschen erkannten schnell, dass Mais eine wertvolle Ergänzung zu ihren traditionellen Getreidesorten wie Weizen und Gerste sein könnte. Doch es dauerte noch eine Weile, bis sich der Maisanbau in der gesamten Schweiz etablierte.

Im 18. Jahrhundert begannen findige Schweizer Bauern, Maissorten zu züchten, die auch mit dem kälteren Klima der Alpen zurechtkamen. Doch der Mais hatte es schwer, sich gegen die traditionellen Getreidearten durchzusetzen. Erst im 20. Jahrhundert gewann der Maisanbau an Bedeutung, insbesondere im Tessin, wo die sonnigen Bedingungen ideal für das Wachstum von Mais sind. Hier wurde Polenta, ein traditionelles Gericht aus Maismehl, zu einem festen Bestandteil der regionalen Küche.

Doch die wahre Wende kam nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit den Care-Paketen aus Amerika gelangten grössere Mengen Mais in die Schweiz, die bis dahin hauptsächlich Hühnerfutter aus Mais kannte. Die Menschen waren anfangs skeptisch, doch der Hunger und die Not lehrten sie, den Mais auf verschiedene Weisen zuzubereiten und zu geniessen. Polenta wurde in vielen Haushalten zu einem beliebten Gericht, und der süsse Maiskolben fand seinen Weg auf die Esstische.

Heute ist Mais aus der Ernährung der Schweizer kaum wegzudenken. Ob als Maiskeimöl, Maisstärke oder als leckere Cornflakes zum Frühstück – Mais hat einen festen Platz auf unseren Tellern. Die sonnigen Felder im Tessin und anderen Teilen der Schweiz sind ein vertrauter Anblick, und der Anbau von Mais ist ein wichtiger Teil der Landwirtschaft.

Nun, liebe Freunde, endet unsere Reise durch die Geschichte des Maises in der Schweiz. Ich hoffe, ihr hattet genauso viel Spass wie ich und habt etwas Neues gelernt. Das nächste Mal, wenn ihr in ein saftiges Maiskolben beisst oder eine Schüssel Popcorn knabbert, denkt daran, welche aufregende Reise der Mais hinter sich hat. Bis zum nächsten Abenteuer, eure Maila Eichhörnchen!

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